Startseite // Aktuelles und Veranstaltungen // Medientipps

Medientipps Romane



Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

Nites at a Yuman Window“ (Team Kultur)

George Saunders: Fox 8

Der neugierige Fuchs 8 beobachtet fasziniert die Menschen, erlernt ihre Sprache und (lautmalerisch) ihre Schrift. Als der Lebensraum seines Rudels durch ein Einkaufszentrum bedroht wird, entschließt er sich zu einem Schritt, der ihm seine Illusionen raubt und die grausame Seite der Menschen zeigt.
Saunders lässt seinen Fuchs die klassische lehrreiche Tierfabel in einer rein nach dem Hören verfassten Rechtschreibung selbst erzählen. In der englischen Originalsprache sind dazu gute Sprachkenntnisse erforderlich. Ansonsten auf deutsch: „Fuchs 8“.

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

„Fesselt durch distanzierte Erzählweise (Team Freizeit)

Tristan Garcia: Das Siebte

Und täglich grüßt das Murmeltier - das Konzept der Zeitschleife ist nichts Neues. Der Ich-Erzähler stirbt 7 Mal, wird im selben Moment wieder geboren und kehrt nach dem Tod an den Anfangspunkt zurück, behält aber all seine früheren Leben in Erinnerung. Im Gegensatz zum Film endet die Zeitschleife nicht nach einem Tag, sondern nach einem ganzen Leben, bevor es wieder von vorne beginnt. Der Autor nimmt so Einfluss auf seinen Protagonisten und beschreibt welche Möglichkeiten, Auswirkungen und Vorteile es mit sich bringt, wenn man nochmal von vorne anfangen kann und aus seinen Fehlern lernen und das nächste Leben neugestalten kann.

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

Großvaters leere Stellen  (Team Kultur)

Fredrik Backman: Und jeden Tag wird der Weg nach Hause länger und länger

Abschied ist das Thema von Backmans kleiner Novelle: nach dem Tod seiner geliebten Frau verschlimmert sich die Demenz von Noahs Großvater, die leeren Stellen in seinem Gehirn werden immer größer. Noah und sein Vater Ted begleiten ihn in seiner immer kleiner werdenden Welt mit viel Liebe und Phantasie.

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

„Wagen, zu hoffen“ (Team Kultur)

Hendrik Otremba: Kachelbads Erbe

Los Angeles, Mitte der 1980er Jahre. H.G. Kachelbad arbeitet für das Kryonik-Unternehmen Exit U.S., das Menschen mit der Hoffnung einfriert, in einer besseren Zukunft wieder aufzuwachen. Darunter: ein Schriftsteller, ein ehemaliger Popstar, ein Auftragsmörder und ein Tschernobyl-Überlebender.
Ganz ohne Hightech- und Science-Fiction-Einschlag, eher im melancholisch düsteren Stil eines Film Noir erzählt Hendrik Otrembas erzählerisch komplexer Roman die Lebensgeschichten vierer Klienten und gegen Ende hin schließlich die Kachelbads selbst.
Inhaltlich gut recherchiert und in der Form bisher einzigartig, hat das Werk ein breites Medienecho hervorgerufen. Die sehr unterschiedlich ausfallenden Kritiken zeigen, dass „Kachelbads Erbe“ ein Buch ist, über das man streiten kann. Meine Empfehlung: lesen!

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

Geschichte wird nicht gemacht, sondern geschrieben“  (Team Kultur)

Anselm Oelze: Wallace

1858 erhält Charles Darwin einen Brief des Artensammlers Alfred Russell Wallace. Sein Inhalt: ein Aufsatz über den Ursprung der Arten. Doch nicht Wallace erntet ein Jahr später den Ruhm, sondern Darwin. Der Museumswächter Albrecht Bromberg macht es sich 150 Jahre später zur Aufgabe, diesen Irrtum richtig zu stellen. Oelze, der zwischen dem entbehrungsreichen Forscherdasein von Wallace auf den Molukken und der Mission des Museumswächters hin- und herpendelt, gelingt ein „philosophischer Abenteuerroman“, der zum Nachdenken anregt.

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

Poesie im Klinikalltag“ (Team Kultur)

Rainer Jund: Tage in Weiß

In kleinen Episoden voller Empathie, Hingabe und Verzweiflung erzählt Rainer Jund von seinem Medizinstudium, seinen Erlebnissen als Assistenz- und HNO-Oberarzt an einer deutschen Klinik und was es bedeutet, Mensch zu sein. Durch die Verknüpfung lakonisch-nüchterner Sätze mit berührenden Bildern des inneren Wahrnehmens werden Leben, Krankheit und Tod zu Literatur.

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

Der Geruch frischer Erde“ (Team Kultur)

Ewald Arenz: Alte Sorten

Liss und Sally: eine Begegnung im Weinberg führt zwei Frauen zusammen, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Arenz beschreibt behutsam die Annäherung der heranwachsenden Sally und der von ihrem Schicksal geprägten Liss, deren Freundschaft durch die Liebe zur Natur, denTieren, dem Weinbau und nicht zuletzt zu den alten Birnensorten entsteht. Eine leise Geschichte von Wut und Verzweiflung, von Geheimnissen, von Verwundungen – und von Erfüllung in harter Arbeit, dem Geruch von Kartoffeln, dem Leben in einem von der Natur vorgegebenen Rhythmus.

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

Drei Nonnen und ein Organisationstalent“  (Team Kultur)

Thomas Montasser: Eine himmlische Katastrophe

Das Zusammentreffen dreier alter Nonnen mit einer jugendlichen Straftäterin in einem verfallenden Kloster im Burgund hat für alle Frauen ungeahnte Folgen: charmant, humorvoll und märchenhaft erzählt Thomas Montasser von der Macht der Musik, von Freundschaft, vom Blicken hinter Äußerlichkeiten. Ein Wohlfühlbuch.

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

Alte Kämpen mit Zipperlein“  (Team Kultur)

Nicholas Eames: Könige der Finsternis

Vier Freunde wurden in ihren besten Söldner- und Abenteurerjahren gefeiert wie eine Rockband. Seit vielen Jahren getrennt voneinander und überwiegend in einem beschaulichen Leben verhaftet, müssen sie etwas eingerostet noch einmal zu einer gefährlichen und sehr persönlichen Mission aufbrechen. Lakonisch-witzig, sehr spannend und nie platt erzählt, bietet dieser originelle Fantasyroman beste Unterhaltung. 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

Atemlos und wütend – eine gnadenlose Selbstreflexion“ (Team Kultur)

Isabel Bogdan: Laufen

Die Protagonistin läuft – sie läuft weg von der Trauer, den Schuldgefühlen, der Einsamkeit und der Wut. Das alles fühlt sie, nachdem sich ihr langjähriger Partner das Leben genommen hat. Jedes Mal längere Strecken unterwegs reflektiert sie beim Joggen ihre Beziehung – von den romantischen Anfängen bis zum schrecklichen Ende. Dabei schafft sie es nach und nach, für sich zu einem Neuanfang zu kommen. Wuchtig, emotional, und dennoch sitzt jedes Wort – dieser Roman lässt einen nicht kalt!

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

Leben nach dem Amoklauf" (Team Kultur)

Rhiannon Navin: Alles still auf einmal

Zach, sechs Jahre alt, wird nicht nur selbst durch einen Attentäter in seiner Schule traumatisiert, sondern verliert bei dem Amoklauf seinen älteren Bruder Andy. Durch den unterschiedlichen Umgang mit Trauer und ohnmächtiger Wut entfremden sich die Eltern. Zach, der mit seinen eigenen Gefühlen kämpft, ist überfordert und doch ist er es, der versucht, dem Auseinanderbrechen seiner Familie Einhalt zu gebieten.
Ein sehr berührender Roman, durchgehend aus Zachs kindlicher Sicht erzählt.

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

„Die Kraft der Natur“ (Team Kultur)

Raynor Winn: Der Salzpfad

Inmitten einer existenziellen Lebenskrise erwandert ein Ehepaar aus Wales den berühmten South West Coast Path, mehr als eintausend Kilometer steil bergan und bergab. Der Weg führt sie immer wieder psychisch und physisch an ihre Grenzen, und läßt sie doch Kraft und Hoffnung finden. Die romanhafte Natur- und Reisebeschreibung besticht durch eine ausgewählt schöne Sprache und wurde in England ein Bestseller.

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

Eine Jugendfreundschaft" (Team Kultur)

Jane Gardam: Bell und Harry

Der Lärm eines Traktors verhindert beinahe den Beginn einer wunderbaren Jungenfreundschaft. Die „Eierhexe“ wird zur Freundin. Eine verlassene Mine zum Abenteuer, das gut ausgeht. Ein Fahrradausflug in Eis und Schnee zum unvergesslichen Spektakel.
Beginnend in den 70-er Jahren, gelingt es Jane Gardam, in lose verbundenen Episoden ihre Protagonisten lebendig werden zu lassen. Klug beobachtet und mit leisem Humor macht sie Stadtkind Harry aus London, der seine Ferien über Jahre im ländlichen Norden Englands verbringt, Farmersohn Bell, ihre beiden Familien und die Dorfbewohner auch zu Freunden ihrer Leser.
Für diesen Roman erhielt Gardam 1981 den renommierten Whitbread Award in der Kategorie Kinderbuch – bei Hanser ist er nun für Erwachsene erschienen.

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

Außergewöhnlich erzählt" (Team Kultur)

Peggy Mädler: Wohin wir gehen

Vor dem Hintergrund der politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts erzählt Peggy Mädler die Geschichte zweier Freundinnenpaare aus zwei Generationen: Von Almut und Rosa, die die Vertreibung aus der Heimat und die Neugründung der DDR miterlebt haben und Ellis und Kristines, die in der Gegenwart spielt. Ein spannungsvolles, in nüchterner Sprache und aus persönlichen Blickwinkeln erzähltes Wechselspiel, das am Ende eine große Geschichte erzählt. 

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

„Eine Krankheitsgeschichte mit viel Ironie und Sarkasmus erzählt" (Team Kultur)

Anika Decker: Wir von der anderen Seite

Eine Frau kämpft sich nach einer schweren Blutvergiftung, die sie zeitweise sogar ins Koma versetzt, zurück ins Leben. Das könnte kitschig und rührselig sein – ist es aber dank der schnodderigen, rasanten Schreibweise von Autorin Anika Decker kein bisschen. Rahel, die Protagonistin des autobiographisch angehauchten Romans, erlebt Komisches, aber auch Tragisches in ihrem neuen Leben, und so können wir sie nur dafür bewundern, mit welcher Entschlossenheit sie schließlich ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Eine echte Entdeckung!

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

„Geht unter die Haut…“ (Team Kultur)

Davise Enia: Schiffbruch vor Lampedusa

Davide Enia, Schauspieler und Autor aus Sizilien, hat einen dokumentarischen, autobiografischen Roman geschrieben, der unter die Haut geht. Autor, Hauptfigur und Ich-Erzähler in Personalunion beleuchtet er in zwei Strängen die schwierige Beziehung zwischen sich selbst, seinem Vater und seinem Onkel sowie das Flüchtlingsdrama vor Lampedusa. Er lässt Seenotretter über das Sterben und Retten im Mittelmeer berichten. Brandaktuell, schön, traurig, beklemmend – sehr empfehlenswert.

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

„Der kühle Norden für den Heidelberger Sommer“ (Direktion)

Lars Mytting: Die Glocke im See

1880 in Norwegen: die jahrhundertealte Holzkirche mit silbernen Glocken, denen übernatürliche Kräfte nachgesagt werden, soll nach Dresden verkauft werden. Die selbstbewusste Bauerntochter Astrid wird sowohl vom angereisten Architekturstudenten als auch vom örtlichen Pfarrer begehrt. Aberglaube, Liebe und Naturerlebnis; ein intensives Leseabenteuer, das nach Fortsetzung verlangt.
 

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

„Vier Außenseiter im Badeparadies“  (Team Kultur)

Giulia Becker: Das Leben ist eins der Härtesten

Silke, Renate und Willy-Martin werden seit Jahren vom Schicksal gebeutelt, Frau Göbel steht vor dem Tod: aufgrund aktueller Desaster (ein aufdringlicher Ex-Mann, die Folgen eines Teleshopping- Kaufrausches sowie die Übernahme der Wohnung durch eine Internetbekanntschaft samt Riesenhund) sind alle motiviert, Frau Göbels letzten Wunsch zu erfüllen - eine Reise ins brandenburgische Badeparadies Tropical Island. 

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

„Ein düsterer wie faszinierender Roman“ (Team Freizeit)

Jean-Baptiste Del Amo: Tierreich

Mit Disziplin und Härte gegen sich selbst folgt Eleonore der menschlichen und traditionell überlieferten Ideologie - man wird geboren, man arbeitet, man bekommt Kinder, man leidet, trotzt allen Schicksalsschlägen und das war es am Ende des Lebens. Als 80-jährige erlebt die erschöpfte Matriarchin Eleonore dann, wie sich der familiäre Zuchtbetrieb zu einer großen, grausam ausbeutenden Tierfabrik wandelt. Eine schonungslose Sprache transportiert bildhaft das Leid der Ressource Tier. Der Autor arbeitet mit Andeutungen und lässt den Leser bewusst mit unbeantworteten Fragen zurück. Eine gesellschaftlich brisante und interessante Thematik.

zum Online-Katalog 

Medientipp (Die Bildrechte liegen beim Verlag)

„Kampf mit alten Dämonen“  (Team Kultur)

Bov Bjerg: Serpentinen

Ein Vater unterwegs mit seinem siebenjährigen Sohn. Ihre Reise führt sie in das schwäbische Dorf, aus dem der Vater stammt, zu den mit schmerzhaften Erinnerungen behafteten Schauplätzen seiner Kindheit.
Unmittelbar, ungeschönt und mutig entfaltet sich nach und nach die tragische Familiengeschichte und das von Autorität, Angst und häuslicher Gewalt zerrüttete Seelenleben des Vaters und Ich-Erzählers. Auf der Reise immer gegenwärtig: seine Zweifel, ob er – geplagt von den Dämonen seiner Kindheit und seiner Familiengeschichte – seinem Sohn jemals ein guter Vater sein kann… 
Bov Bjergs neuer Roman nach dem Bestseller „Auerhaus“.

zum Online-Katalog