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Medientipps Romane



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Drei Männer, die Vergangenheit und ein Rätsel“ (Team Kultur)

Richard Russo: Jenseits der Erwartungen

Im neuen Roman des Pulitzer-Preisträgers versuchen die alten Freunde Lincoln, Teddy und Mickey bei einem Treffen auf der Ferieninsel Martha’s Vineyard nach Jahrzehnten das rätselhafte Verschwinden ihrer gemeinsamen Liebe aus Studentenzeiten aufzuklären. Unterhaltsam, spannend und mit leichter Hand geschrieben, gelingt Richard Russo das Porträt einer US-amerikanischen Generation.

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Eine berührende Geschichte mit wunderbaren Naturschilderungen“  (Team Freizeit)

Mick Kitson: Sal

Die 13jährige Sal sieht nur noch einen Ausweg: sie flieht mit ihrer jüngeren Schwester Peppa in die schottischen Highlands, um dem Missbrauch durch den Freund der Mutter und deren Alkoholsucht zu entkommen. Nach einigen Tagen begegnet den beiden Mädchen Ingrid, eine ältere Ärztin, die sich nach einem bewegten Leben in die Wildnis zurückgezogen hat. Durch sie eröffnet sich langsam ein neuer Lebensweg für Sal und Peppa. Ein gelungener Debütroman über Mut, Menschlichkeit und Verantwortung, ganz ohne Kitsch und aufgesetztes Happyend!

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„Lesegenuss über jemanden, der die Sprache liebt“ (Team Freizeit)

Pascal Mercier: Das Gewicht der Worte

Simon Leyland liebt Worte. Nachdem die falsche Diagnose über seinen Gehirntumor aufgedeckt wird, reist er von Triest nach London, um dort einen Neuanfang zu wagen. Doch auch Triest ist ihm immer noch eng verbunden, sodass er bald ein Leben zwischen den beiden Städten und ihren Bewohnern führt.
Merciers Prosa ist ein Gedicht; dafür allein lohnt es sich das Buch zu lesen. Hinzu kommen sympathische Charaktere und philosophische sowie sprachliche Themen, die das Buch zum Genuss machen.

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„italienische Liebesgeschichte mit viel Wirbel“ (Team Freizeit)

Diego Galdino: Der letzte Kaffee am Abend

Im Vorgänger „Der erste Kaffee am Morgen“ verliebte sich der Barista Massimo in die Französin Genevieve, die eine Wohnung in Rom erbt. Über das Scheitern seiner Liebe kommt Massimo lange nicht hinweg - bis Mina in seiner Bar auftaucht. Mina wohnt ausgerechnet in Genevieves Wohnung, weshalb er es vermeidet, sich dort mit ihr zu treffen. Doch dann kommt Genevieve nach Rom zurück und Massimo muss sich entscheiden und die richtige Entscheidung für sein Leben treffen.

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berührend und schrecklich zugleich“ (Team Kultur)

Adeline Dieudonné: Das wirkliche Leben

Reihenhaussiedlung, Waldrand, Vater, Mutter und 2 Kinder – dieses Heile-Welt-Szenario täuscht. Der Vater, ein passionierter Jäger, ist gewalttätig, die Mutter verschreckt und wehrlos – so ist es die Aufgabe des Mädchens, für ein Lächeln im Gesicht ihres kleinen Bruders zu sorgen. Bis eine Tragödie alles verändert…
Diese Coming-of-Age-Geschichte hat eine solche Wucht, dass einem beim Lesen der Atem stockt – und man gar nicht anders kann, als mit der furchtlosen jungen Heldin bis zum brachialen Ende mitzufiebern. Klare Leseempfehlung!

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„berührendes Romandebüt“ (Team Kultur)

Christian Baron: Ein Mann seiner Klasse

In seinem autobiografischen Romandebüt erzählt Christian Baron von seiner harten Kindheit: Vom prügelnden, alkoholsüchtigen Vater, von der depressiven Mutter, die früh stirbt und den hilflos ausgelieferten Kindern, die fast noch mehr unter der Scham der Armut als unter der Gewalt des Vaters leiden. Er schreibt aber auch von seinem Wunsch, die Eltern bedingungslos zu lieben, was es bedeutet, wenn das nicht möglich ist und schließlich von seinem mühsamen gesellschaftlichen Aufstieg durch einen akademischen Abschluss. 

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„Impressionistisches Farbgewitter“ (Team Kultur)

Mariam Kühsel-Hussaini: Tschudi

Hugo von Tschudi, seit 1896 Direktor der Deutschen Nationalgalerie in Berlin, war ein attraktiver Mann. Groß, kräftig, elegant, geschmeidig in seinen Bewegungen, frei im Denken und in seinem Kunstsinn, was allerdings durch eine Autoimmunerkrankung, die zusehends zu einer Entstellung seines Gesichts führt, gebrochen wird.
Als erster setzt er sich für die moderne französische, impressionistische Malerei mit ihren Farbgewittern ein, die er für die Nationalgalerie erwirbt und ausstellt: Manet, Monet, Renoir, Rodin. Dies bringt ihm die erbitterte Gegnerschaft konservativer deutsch-nationaler Kreise, allen voran die Anton von Werners, „Lieblingsmaler“ Kaiser Wilhelms II. - bekannt für seine fotorealistischen Historienbilder - und letztendlich die des Kaisers selbst. Dieser Konflikt steuert auf eine existenzielle Krise zu.
Durch den Stil und die Sprache der Autorin wird Tschudi selbst zum impressionistischen Gemälde und damit zu einer berauschenden Hommage an Hugo von Tschudi.

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Ein tanzender Panda“ (Team Kultur)

James Gould-Bourn: Pandatage

Das Romandebut erzählt von Danny und Will, Vater und Sohn. Nach dem Unfalltod der Mutter spricht Will nicht mehr. Das ändert sich erst, als sein Vater, inzwischen arbeitslos, beginnt, als Panda verkleidet auf Straßen und in Parks zu tanzen. In diesem Kostüm schreitet er ein, als Will von anderen Jungen schikaniert wird, und dem vermeintlich Fremden kann sich der Junge anvertrauen. Obwohl gegen Ende etwas an der Kitschgrenze, behandelt das Buch die schweren Themen Tod und Trauer unterhaltsam und herzerwärmend.

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unaufgeregte, subtile Spannung“ (Team Kultur)

Dror Mishani: Drei

In Mishanis Roman baut sich die Spannung erst langsam auf. Der ist auch eigentlich ein Krimi, aber das merken wir erst, als wir bereits mittendrin in der komplexen Handlung sind: im Mittelpunkt steht der freundliche, aufmerksame Gil, auf den gleich drei Frauen hereinfallen – deren Geschichten werden in einzelnen Handlungssträngen erzählt, die alle früher oder später auf den charmanten Gil zusteuern…
In Israel ein großer Erfolg ist Mishanis Buch auch bei uns verdient auf den Bestseller-Listen gelandet – intelligente und völlig unblutige Hochspannung!

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„Kampf mit alten Dämonen“ (Team Kultur)

Bov Bjerg: Serpentinen

Ein Vater unterwegs mit seinem siebenjährigen Sohn. Ihre Reise führt sie in das schwäbische Dorf, aus dem der Vater stammt, zu den mit schmerzhaften Erinnerungen behafteten Schauplätzen seiner Kindheit.
Unmittelbar, ungeschönt und mutig entfaltet sich nach und nach die tragische Familiengeschichte und das von Autorität, Angst und häuslicher Gewalt zerrüttete Seelenleben des Vaters und Ich-Erzählers. Auf der Reise immer gegenwärtig: seine Zweifel, ob er – geplagt von den Dämonen seiner Kindheit und seiner Familiengeschichte – seinem Sohn jemals ein guter Vater sein kann… 
Bov Bjergs neuer Roman nach dem Bestseller „Auerhaus“.

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Nites at a Yuman Window“ (Team Kultur)

George Saunders: Fox 8

Der neugierige Fuchs 8 beobachtet fasziniert die Menschen, erlernt ihre Sprache und (lautmalerisch) ihre Schrift. Als der Lebensraum seines Rudels durch ein Einkaufszentrum bedroht wird, entschließt er sich zu einem Schritt, der ihm seine Illusionen raubt und die grausame Seite der Menschen zeigt.
Saunders lässt seinen Fuchs die klassische lehrreiche Tierfabel in einer rein nach dem Hören verfassten Rechtschreibung selbst erzählen. In der englischen Originalsprache sind dazu gute Sprachkenntnisse erforderlich. Ansonsten auf deutsch: „Fuchs 8“.

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„Fesselt durch distanzierte Erzählweise (Team Freizeit)

Tristan Garcia: Das Siebte

Und täglich grüßt das Murmeltier - das Konzept der Zeitschleife ist nichts Neues. Der Ich-Erzähler stirbt 7 Mal, wird im selben Moment wieder geboren und kehrt nach dem Tod an den Anfangspunkt zurück, behält aber all seine früheren Leben in Erinnerung. Im Gegensatz zum Film endet die Zeitschleife nicht nach einem Tag, sondern nach einem ganzen Leben, bevor es wieder von vorne beginnt. Der Autor nimmt so Einfluss auf seinen Protagonisten und beschreibt welche Möglichkeiten, Auswirkungen und Vorteile es mit sich bringt, wenn man nochmal von vorne anfangen kann und aus seinen Fehlern lernen und das nächste Leben neugestalten kann.

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Großvaters leere Stellen  (Team Kultur)

Fredrik Backman: Und jeden Tag wird der Weg nach Hause länger und länger

Abschied ist das Thema von Backmans kleiner Novelle: nach dem Tod seiner geliebten Frau verschlimmert sich die Demenz von Noahs Großvater, die leeren Stellen in seinem Gehirn werden immer größer. Noah und sein Vater Ted begleiten ihn in seiner immer kleiner werdenden Welt mit viel Liebe und Phantasie.

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„Wagen, zu hoffen“ (Team Kultur)

Hendrik Otremba: Kachelbads Erbe

Los Angeles, Mitte der 1980er Jahre. H.G. Kachelbad arbeitet für das Kryonik-Unternehmen Exit U.S., das Menschen mit der Hoffnung einfriert, in einer besseren Zukunft wieder aufzuwachen. Darunter: ein Schriftsteller, ein ehemaliger Popstar, ein Auftragsmörder und ein Tschernobyl-Überlebender.
Ganz ohne Hightech- und Science-Fiction-Einschlag, eher im melancholisch düsteren Stil eines Film Noir erzählt Hendrik Otrembas erzählerisch komplexer Roman die Lebensgeschichten vierer Klienten und gegen Ende hin schließlich die Kachelbads selbst.
Inhaltlich gut recherchiert und in der Form bisher einzigartig, hat das Werk ein breites Medienecho hervorgerufen. Die sehr unterschiedlich ausfallenden Kritiken zeigen, dass „Kachelbads Erbe“ ein Buch ist, über das man streiten kann. Meine Empfehlung: lesen!

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Geschichte wird nicht gemacht, sondern geschrieben“  (Team Kultur)

Anselm Oelze: Wallace

1858 erhält Charles Darwin einen Brief des Artensammlers Alfred Russell Wallace. Sein Inhalt: ein Aufsatz über den Ursprung der Arten. Doch nicht Wallace erntet ein Jahr später den Ruhm, sondern Darwin. Der Museumswächter Albrecht Bromberg macht es sich 150 Jahre später zur Aufgabe, diesen Irrtum richtig zu stellen. Oelze, der zwischen dem entbehrungsreichen Forscherdasein von Wallace auf den Molukken und der Mission des Museumswächters hin- und herpendelt, gelingt ein „philosophischer Abenteuerroman“, der zum Nachdenken anregt.

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Poesie im Klinikalltag“ (Team Kultur)

Rainer Jund: Tage in Weiß

In kleinen Episoden voller Empathie, Hingabe und Verzweiflung erzählt Rainer Jund von seinem Medizinstudium, seinen Erlebnissen als Assistenz- und HNO-Oberarzt an einer deutschen Klinik und was es bedeutet, Mensch zu sein. Durch die Verknüpfung lakonisch-nüchterner Sätze mit berührenden Bildern des inneren Wahrnehmens werden Leben, Krankheit und Tod zu Literatur.

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Der Geruch frischer Erde“ (Team Kultur)

Ewald Arenz: Alte Sorten

Liss und Sally: eine Begegnung im Weinberg führt zwei Frauen zusammen, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Arenz beschreibt behutsam die Annäherung der heranwachsenden Sally und der von ihrem Schicksal geprägten Liss, deren Freundschaft durch die Liebe zur Natur, denTieren, dem Weinbau und nicht zuletzt zu den alten Birnensorten entsteht. Eine leise Geschichte von Wut und Verzweiflung, von Geheimnissen, von Verwundungen – und von Erfüllung in harter Arbeit, dem Geruch von Kartoffeln, dem Leben in einem von der Natur vorgegebenen Rhythmus.

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Drei Nonnen und ein Organisationstalent“  (Team Kultur)

Thomas Montasser: Eine himmlische Katastrophe

Das Zusammentreffen dreier alter Nonnen mit einer jugendlichen Straftäterin in einem verfallenden Kloster im Burgund hat für alle Frauen ungeahnte Folgen: charmant, humorvoll und märchenhaft erzählt Thomas Montasser von der Macht der Musik, von Freundschaft, vom Blicken hinter Äußerlichkeiten. Ein Wohlfühlbuch.

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Alte Kämpen mit Zipperlein“  (Team Kultur)

Nicholas Eames: Könige der Finsternis

Vier Freunde wurden in ihren besten Söldner- und Abenteurerjahren gefeiert wie eine Rockband. Seit vielen Jahren getrennt voneinander und überwiegend in einem beschaulichen Leben verhaftet, müssen sie etwas eingerostet noch einmal zu einer gefährlichen und sehr persönlichen Mission aufbrechen. Lakonisch-witzig, sehr spannend und nie platt erzählt, bietet dieser originelle Fantasyroman beste Unterhaltung. 

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Atemlos und wütend – eine gnadenlose Selbstreflexion“ (Team Kultur)

Isabel Bogdan: Laufen

Die Protagonistin läuft – sie läuft weg von der Trauer, den Schuldgefühlen, der Einsamkeit und der Wut. Das alles fühlt sie, nachdem sich ihr langjähriger Partner das Leben genommen hat. Jedes Mal längere Strecken unterwegs reflektiert sie beim Joggen ihre Beziehung – von den romantischen Anfängen bis zum schrecklichen Ende. Dabei schafft sie es nach und nach, für sich zu einem Neuanfang zu kommen. Wuchtig, emotional, und dennoch sitzt jedes Wort – dieser Roman lässt einen nicht kalt!

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Leben nach dem Amoklauf" (Team Kultur)

Rhiannon Navin: Alles still auf einmal

Zach, sechs Jahre alt, wird nicht nur selbst durch einen Attentäter in seiner Schule traumatisiert, sondern verliert bei dem Amoklauf seinen älteren Bruder Andy. Durch den unterschiedlichen Umgang mit Trauer und ohnmächtiger Wut entfremden sich die Eltern. Zach, der mit seinen eigenen Gefühlen kämpft, ist überfordert und doch ist er es, der versucht, dem Auseinanderbrechen seiner Familie Einhalt zu gebieten.
Ein sehr berührender Roman, durchgehend aus Zachs kindlicher Sicht erzählt.

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„Die Kraft der Natur“ (Team Kultur)

Raynor Winn: Der Salzpfad

Inmitten einer existenziellen Lebenskrise erwandert ein Ehepaar aus Wales den berühmten South West Coast Path, mehr als eintausend Kilometer steil bergan und bergab. Der Weg führt sie immer wieder psychisch und physisch an ihre Grenzen, und läßt sie doch Kraft und Hoffnung finden. Die romanhafte Natur- und Reisebeschreibung besticht durch eine ausgewählt schöne Sprache und wurde in England ein Bestseller.

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Eine Jugendfreundschaft" (Team Kultur)

Jane Gardam: Bell und Harry

Der Lärm eines Traktors verhindert beinahe den Beginn einer wunderbaren Jungenfreundschaft. Die „Eierhexe“ wird zur Freundin. Eine verlassene Mine zum Abenteuer, das gut ausgeht. Ein Fahrradausflug in Eis und Schnee zum unvergesslichen Spektakel.
Beginnend in den 70-er Jahren, gelingt es Jane Gardam, in lose verbundenen Episoden ihre Protagonisten lebendig werden zu lassen. Klug beobachtet und mit leisem Humor macht sie Stadtkind Harry aus London, der seine Ferien über Jahre im ländlichen Norden Englands verbringt, Farmersohn Bell, ihre beiden Familien und die Dorfbewohner auch zu Freunden ihrer Leser.
Für diesen Roman erhielt Gardam 1981 den renommierten Whitbread Award in der Kategorie Kinderbuch – bei Hanser ist er nun für Erwachsene erschienen.

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Außergewöhnlich erzählt" (Team Kultur)

Peggy Mädler: Wohin wir gehen

Vor dem Hintergrund der politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts erzählt Peggy Mädler die Geschichte zweier Freundinnenpaare aus zwei Generationen: Von Almut und Rosa, die die Vertreibung aus der Heimat und die Neugründung der DDR miterlebt haben und Ellis und Kristines, die in der Gegenwart spielt. Ein spannungsvolles, in nüchterner Sprache und aus persönlichen Blickwinkeln erzähltes Wechselspiel, das am Ende eine große Geschichte erzählt. 

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„Eine Krankheitsgeschichte mit viel Ironie und Sarkasmus erzählt" (Team Kultur)

Anika Decker: Wir von der anderen Seite

Eine Frau kämpft sich nach einer schweren Blutvergiftung, die sie zeitweise sogar ins Koma versetzt, zurück ins Leben. Das könnte kitschig und rührselig sein – ist es aber dank der schnodderigen, rasanten Schreibweise von Autorin Anika Decker kein bisschen. Rahel, die Protagonistin des autobiographisch angehauchten Romans, erlebt Komisches, aber auch Tragisches in ihrem neuen Leben, und so können wir sie nur dafür bewundern, mit welcher Entschlossenheit sie schließlich ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Eine echte Entdeckung!

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„Geht unter die Haut…“ (Team Kultur)

Davise Enia: Schiffbruch vor Lampedusa

Davide Enia, Schauspieler und Autor aus Sizilien, hat einen dokumentarischen, autobiografischen Roman geschrieben, der unter die Haut geht. Autor, Hauptfigur und Ich-Erzähler in Personalunion beleuchtet er in zwei Strängen die schwierige Beziehung zwischen sich selbst, seinem Vater und seinem Onkel sowie das Flüchtlingsdrama vor Lampedusa. Er lässt Seenotretter über das Sterben und Retten im Mittelmeer berichten. Brandaktuell, schön, traurig, beklemmend – sehr empfehlenswert.

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„Der kühle Norden für den Heidelberger Sommer“ (Direktion)

Lars Mytting: Die Glocke im See

1880 in Norwegen: die jahrhundertealte Holzkirche mit silbernen Glocken, denen übernatürliche Kräfte nachgesagt werden, soll nach Dresden verkauft werden. Die selbstbewusste Bauerntochter Astrid wird sowohl vom angereisten Architekturstudenten als auch vom örtlichen Pfarrer begehrt. Aberglaube, Liebe und Naturerlebnis; ein intensives Leseabenteuer, das nach Fortsetzung verlangt.
 

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„Vier Außenseiter im Badeparadies“  (Team Kultur)

Giulia Becker: Das Leben ist eins der Härtesten

Silke, Renate und Willy-Martin werden seit Jahren vom Schicksal gebeutelt, Frau Göbel steht vor dem Tod: aufgrund aktueller Desaster (ein aufdringlicher Ex-Mann, die Folgen eines Teleshopping- Kaufrausches sowie die Übernahme der Wohnung durch eine Internetbekanntschaft samt Riesenhund) sind alle motiviert, Frau Göbels letzten Wunsch zu erfüllen - eine Reise ins brandenburgische Badeparadies Tropical Island. 

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„Eine Hymne auf die Freundschaft“ (Direktion)

Sigrid Nunez: Der Freund

Die Ich-Erzählerin, eine in New York City lebende Schriftstellerin, steht unter Schock: sie hat ihren besten Freund verloren…. Gegen jede Vernunft nimmt sie seinen Hund, eine riesige Dogge, bei sich auf und fortan trauern sie gemeinsam. Wir erleben mit, wie sich Hund und Protagonistin gegenseitig stützen und schließlich zurück ins Leben kämpfen. Reizvoll wird dieser poetische Roman durch seine Seitenhiebe auf den Literaturbetrieb und die allgegenwärtige Selbstironie. Sie werden dieses zärtlich-poetische, zuerst traurige und schließlich hoffnungsfrohe Buch lieben

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Ein Roman über Liebe, Magie und Illusion“  (Team Kultur)

Graham Swift: Da sind wir

Graham Swifts neuer Roman entführt in eine magische Welt: In dem berühmten Seebad Brighton wird kurz nach dem zweiten Weltkrieg während der Tourismussaison allabendlich eine Show aufgeführt, die immer mehr von sich reden macht. Hier treten Ronnie Dean als Zauberer, die schöne Evie White als seine Assistentin und der Entertainer Jack Robbins als Conférencier auf. Ronnie und Evie werden auch privat ein Paar und wollen heiraten, doch auch Frauenschwarm Jack verliebt sich in sie...  
Still, schön und auch ein wenig sentimental - perfekt für den Herbst.

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